Ablauf

Wie läuft eine Psychotherapie ab?

Wir lernen uns bei einem ersten Gespräch kennen und besprechen, worum es Ihnen geht und was Sie erreichen möchten. Nach weiteren vier bis fünf Sitzungen halten wir eine erste kurze Zwischenbilanz, um auszuloten, ob wir dauerhaft miteinander arbeiten können. Selbstverständlich verpflichten Sie sich zu nichts, gut wäre aber schon, wenn Sie sich dann auf einen mittel- oder längerfristigen Zeitraum der gemeinsamen Arbeit einlassen möchten. Sie unterschreiben bei mir keinen Vertrag.

Manchmal ist Durchhalten nicht einfach

In den beisten Therapieverläufen treten Durststrecken oder vielleicht auch persönliche Schwierigkeiten zwischen Klient*in und Therapeut*in auf. Meist werden hier empfindliche und darum für die Therapie sehr wichtige Punkte berührt. Deshalb ist es wichtig, hier nicht zu schnell aufzugeben. Eine Therapie sollte also nicht etwas sein, was man eine Zeitlang in Anspruch nimmt wie eine Massage und dann plötzlich wieder sein lässt. Natürlich kann es aber auch sein, dass Sie ein eher kurzfristiges Anliegen haben und wir es nach ein paar Sitzungen gut sein lassen.

Wie oft finden die Sitzungen statt?

Das bestimmen Sie selbst. Wenn Sie gerade in einer akuten Krise sind, kann es sein, dass Sie in der ersten Zeit das Bedürfnis nach öfteren Terminen haben. Sobald wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, können wir die Abstände auch größer werden lassen. Eine allgemeine Regel gibt es dafür nicht. Wenn Sie einigermaßen stabil sind, kann es gut sein, dass Sie mit zwei Sitzungen im Monat gut hinkommen.

Wann ist die Therapie zu Ende?

Ich halte es für wichtig, dass eine Therapie nicht nach einer festgesetzten Stundenzahl vorbei ist. In einer selbst finanzierten Therapie bestimmt nicht die Krankenkasse das Ende: Vielmehr entscheiden Sie selbst, wann es sich für Sie richtig anfühlt, die gemeinsame Arbeit zu beenden. Meist werden dann zunächst die Abstände zwischen den Sitzungen länger, damit Sie überprüfen können, wie es sich ohne die regelmäßige Begleitung anfühlt. Aber auch nach der letzten Sitzung kann durchaus noch ein loses Band zwischen uns erhalten bleiben. Denn vielleicht taucht ja nach einer gewissen Zeit ein neues Thema auf, über das Sie in einer oder mehreren Sitzungen sprechen möchten? Dann können Sie sich jederzeit wieder bei mir melden. 

Wichtig: Wir beenden die Therapie gemeinsam. Wenn Sie also aufhören möchten, besprechen wir das zusammen, schauen, was erreicht und was noch offen ist. Und wir sprechen auch darüber, ob es vielleicht einen Konflikt zwischen uns gibt, der der Grund dafür ist, das Sie aufhören möchten.